„Hab‘ keine Angst mein Hund“- Buchrezension

1 Mrz

„Hab‘ keine Angst, mein Hund – Ängste bei Hunden erkennen und abbauen“
von Rolf C. Franck und Madeleine Grauss für 10,95Ich habe mich auf Empfehlung hin recht spontan das Buch geholt. Es ist seinem Preis entsprechend nicht sehr dick und hat viele Bilder statt Text.Zu Anfang wird auf den Grund und die Entstehung von Ängsten eingegangen. Dabei wird mehrfach der Vergleich zu Wölfen gezogen, dann sich aber wieder davon distanziert, dass der Hund ein Wolf sei [vgl S.8 ff.].

 

Ich habe mich auf Empfehlung hin recht spontan das Buch geholt. Es ist seinem Preis entsprechend nicht sehr dick und hat viele Bilder statt Text.

Zu Anfang wird auf den Grund und die Entstehung von Ängsten eingegangen. Dabei wird mehrfach der Vergleich zu Wölfen gezogen, dann sich aber wieder davon distanziert, dass der Hund ein Wolf sei [vgl S.8 ff.].

Gut finde ich die Distanzierung zu alten Rudelführer_innentheorien, leider wird auf das „Warum“ gar nicht eingegangen. Die Gründe für typische Verhaltensstrategien (Flucht und Aggression) sind anschaulich erklärt. Eine Einteilung in vier Angstzustände zieht sich durchs ganze Buch und ist hilfreich zur Orientierung.

Es wird sehr gut und einleuchtend erklärt warum flodding, Ignoration und Konfrontation/Habituation oft die Angst verschlimmern und nicht angwandt werden sollten. Dabei wird aber nicht näher erläutert das das Umgehen von Konfrontation und sogar flodding manchmal nicht möglich ist (nicht als Methode, sondern auf Grund der äußeren Umstände und der speziellen Angst). Dann werden viele typische Angstsituationen erklärt und gute Lösungsstrategien aufgezeigt. Diese sind für Menschen mit Hunden die leichte bis mittlere Angst haben auch sehr gut umsetzbar und vorallem rein positiv. Für Menschen die sich das erste mal mit Angst beschäftigen gibt das sicherlich einen guten Überblick und gute Ansätze. Leider gibt es nur wenige Tipps für „angstbestimmte“ Hunde (Stufe vier) und viele sind absolut nicht umsetzbar mit solchen Hunden. Deswegen konnte ich für unsere Lage nur wenige Tipps herausziehen, auch wenn ich ein paar Sachen mitnehmen konnte.

 

 

Ganz großen Abzug gibt es dafür, dass die meisten der fotografierten Hunde nur am Halsband geführt werden (und das bei Angsthunden), auf eine gute Sicherung (Panikgeschirr) nicht eingegangen wird und vor Allem ein Hund sogar NUR am Halti geführt und dies auch empfohlen wird („der Gentle Leader verhindert unerwünschte Verhaltensweisen“ [S.55]).
Außerdem wird (wie leider so oft in der angeblich gewaltfreien Erziehung) bei Hunden die Futter nicht so interessant finden empfohlen dieses“deutlich [zu] reduzieren“ um es „aufzuwerten“ [S.38] und erklärt „sollte der Hund nach dem Kong regelrecht süchtig gemacht werden“ [S.62].

 

Das Versprechen in der Einleitung „Sie halten ein Buch in der Hand, das Ihnen helfen wird“ [S.7]wird leider nur teilweise erfüllt, aber ich konnte ein paar Anreize daraus mitnehmen und denke für Menschen mit Hunden mit weniger starken Ängsten kann es hilfreicher sein!

 

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