Weil anschreien scheiße ist….

10 Mrz

… und das nicht nur für die Hunde welche selbst angeschrien werden!

– Darta liebt Rad fahren. Es ist die einzige Beschäftigung außerhalb der Wohnung, neben jagen, bei der er wirklich entspannt ist. Wenn er neben dem Rad läuft achtet er genau auf mich, schon auf kleinste Tempo und Richtungsänderungen, sein Körper entspannt sichtlich und er hat einfach Spaß. Selbst brenzlige Situationen kriegen wir so halbwegs souverän gemeistert….. –

Unser erster Versuch in Spanien April 2013
Seitdem natürlich nur noch mit Geschirr und Lotta meist ohne Leine 🙂

Und so fuhren wir auch heute mit dem Rad. Dabei saßen zwei Menschen mit ihren 3 Hunden an einer Kreuzung auf einer Bank. Ich quietschte extra laut mit den Bremsen, damit sie nicht zu sehr überrascht werden und fuhr langsam heran, Die beiden, ins Gespräch vertieft, bekamen natürlich trotzdem nicht mit das wir drei ankamen. Die Hunde dafür umso mehr, und sie sprangen bellend auf uns zu. Das ist zwar nicht unbedingt toll, war aber in Ordnung. Lotta konnte weiträumig ausweichen und Darta und ich blieben stehen damit er Raum zum kommunizieren hat. Nun sprang nur leider auch die Frau auf, und bellte doppelt so laut wie ihre Hunde „Hiiiiiiiiier!“. Keine Reaktion seitens der Hunde (warum auch?).

Die Hunde fand Darta zwar nicht unbedingt cool, aber es war okay. Das nun aber eine Frau laut rufend und mit einem Stock in der Hand gestikulierend auf uns zu stürmte – das fand er richtig sch***. In Panik versuchte er auf die andere Seite meines Rads „in Sicherheit“ zu springen, verhedderte sich dabei und riss mich fast um. Die Frau ging weiter auf ihre Hunde, und damit uns“, zu. Ich war selbst ziemlich erschrocken und sage schon fast panisch (weil halb am umkippen), sie solle aufhören so auf uns zu zu gehen und so laut zu sein, mein Hund habe Angst. Ja, das sehe sie schon, aber sie ginge ja nur auf IHRE Hunde zu (die direkt neben uns standen). Ich sage ihr, dass das meiner aber nunmal nicht weiß. Als sie kurz inne hält ergreife ich die Chance und fahr wortlos schnell weiter, die Leine noch auf der falschen Seite. Hauptsache weg!
Glücklicherweise scheint Darta wirklich beträchtlich weiter zu sein, und er war schon nach einen Metern recht schnell wieder entspannt, wechselte die Seite und trabte wieder friedlich neben mir her. Früher hätte das anders ausgesehen.
Menschen sind ja schon schlimm genug. Aber erst drei bellend auf uns zu stürmende Hunde, dann eine wild rufende Frau mit einem Stock in der Hand hinterher?

Doch leider sind das aber keine Ausnahmefälle. Immer wieder stürmen Hunde auf uns zu. Entweder die Menschen machen gar nichts, und meistens wird Lotta dann gejagd bis ich dann meine Stimme selbst erhebe und den fremden Hund zur Ordnung rufen muss (wofür in 90% der Fälle ein einmaliges lautes „STOP“ reicht), oder die Menschen stürmen ähnlich hinterher wie diese Frau und machen alles noch schlimmer.

Warum sollte ein Hund kommen, wenn es keinen Anreiz gibt?
Wie entspannter es doch wäre, würden wir lernen unsere Hunde lieb zu bitten zu uns zu kommen, Spaß mit Ihnen haben und Anreize bieten statt Verbote aufzustellen! Wir müssen sie endlich in ihren individuellen Bedürfnissen ernst nehmen anstatt in Regeln zu pressen und diese mit Wut durchzusetzen.

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