WortWahl – „Nazis raus!“

17 Jun

Ich finde, das Känguru bringt es sehr gut auf den Punkt:
„Deine Einstellung ist grundsätzlich löblich und deine Absicht zumindest verständlich, aber da du forderst „raus“ stelle dir doch bitte auch die Frage woraus und wohin. Raus aus Deutschland schön und gut, aber wohin? Denn wer will die wohl haben? Keiner! Es hat dem Ausland verständlicherweise keineswegs gefallen als die Nazis das letzte mal in großer Zahl aus Deutschland marschierten. Schließlich musst du noch bedenken, dass die Nazis dann selber Ausländer wären und wenn du die dann immernoch hassen würdest wärst du dann selber Nazi und müsstest dann selber raus und woraus und wohin? Du hättest also genauso gut schreiben können SELBER […]*“

 

Ich verstehe die Intention Begriffe zu besetzen und ihre Bedeutung umzukehren, und so aus „Ausländer raus“ die bekannte Parole „Nazis raus“ werden zu lassen.
Jedoch unterstützt und manifestiert diese nur weiter ein Denken in Nationen und Grenzen. Denn ein „raus“ kann es nur geben wenn es auch ein „drinnen“ gibt – getrennt durch Grenzen. Doch sollte es nicht Anspruch aller emanzipatorischen Kämpfe sein genau diese abzuschaffen?

 

* Das Zitat geht leider weiter mit dem Vergleich „Kindergarten-Niveau“ welchen ich nicht zitieren wollte, da ich auch die Abwertung durch Alter (ageism) nicht reproduzieren möchte. Aber dazu mehr in einem extra Beitrag……

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